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Bauernhaus: Drei Doggen ziehen um

Vor dem Umbau gefiel der Bauherrschaft die Unberührtheit des Bauernhauses auf dem Lande. Nach dem Umbau überzeugt es mit offenen Räumen, Licht und viel Platz für Mensch und Tier.

Auch die drei Doggen haben hier ihr neues Zuhause gefunden.
Auch die drei Doggen haben hier ihr neues Zuhause gefunden.
Ein Teil der Zwischendecke wird entfernt, so gewinnt das Wohnzimmer an Grosszügigkeit.
Ein Teil der Zwischendecke wird entfernt, so gewinnt das Wohnzimmer an Grosszügigkeit.
Über dem sechs Meter hohen Wohnraum bleibt eine schmale Galerie, die das Obergeschoss erschliesst.
Über dem sechs Meter hohen Wohnraum bleibt eine schmale Galerie, die das Obergeschoss erschliesst.
Der langen und verhältnismässig schmalen Küche kommt die zwei­seitige Verglasung zugute.
Der langen und verhältnismässig schmalen Küche kommt die zwei­seitige Verglasung zugute.
Die sieben Meter lange Kombi­nation aus Esstisch und Inselküche ist eine Massanfertigung.
Die sieben Meter lange Kombi­nation aus Esstisch und Inselküche ist eine Massanfertigung.
In der Loggia unter dem grossen Vordach des ehemaligen Tenns ist Platz für Mensch und Tier.
In der Loggia unter dem grossen Vordach des ehemaligen Tenns ist Platz für Mensch und Tier.
Im Sommer steht das Scheunen­tor offen und erlaubt einen Blick in den Umschwung.
Im Sommer steht das Scheunen­tor offen und erlaubt einen Blick in den Umschwung.
Platz für liebevolle Accessoires ist reichlich.
Platz für liebevolle Accessoires ist reichlich.
An vergangene Zeiten erinnern Details wie der Tonplattenboden im Eingangsbereich und das alte Türblatt.
An vergangene Zeiten erinnern Details wie der Tonplattenboden im Eingangsbereich und das alte Türblatt.
Ein Innenfenster vom Bad zum Flur bringt mehr Licht ins Haus.
Ein Innenfenster vom Bad zum Flur bringt mehr Licht ins Haus.
Im Badezimmer sind alt und neu gekonnt miteinander kombiniert.
Im Badezimmer sind alt und neu gekonnt miteinander kombiniert.
Das äussere Erscheinungsbild des 1848 erbauten Bauernhauses blieb nahezu unverändert.
Das äussere Erscheinungsbild des 1848 erbauten Bauernhauses blieb nahezu unverändert.
Der Gartensitzplatz über dem ehemaligen Gülleloch ist für die Nachbarn nicht einsehbar.
Der Gartensitzplatz über dem ehemaligen Gülleloch ist für die Nachbarn nicht einsehbar.
Seit dem Umzug aufs Land gehören auch drei Mini-Pigs zur Familie.
Seit dem Umzug aufs Land gehören auch drei Mini-Pigs zur Familie.
Aussenwände und Dachgesimse bekamen ein neues Farbkonzept.
Aussenwände und Dachgesimse bekamen ein neues Farbkonzept.
Westfassade.
Westfassade.
Südfassade.
Südfassade.
Querschnitt.
Querschnitt.
Längsschnitt.
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Auch die drei Doggen haben hier ihr neues Zuhause gefunden.
Auch die drei Doggen haben hier ihr neues Zuhause gefunden.
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Ein Teil der Zwischendecke wird entfernt, so gewinnt das Wohnzimmer an Grosszügigkeit.
Ein Teil der Zwischendecke wird entfernt, so gewinnt das Wohnzimmer an Grosszügigkeit.
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Über dem sechs Meter hohen Wohnraum bleibt eine schmale Galerie, die das Obergeschoss erschliesst.
Über dem sechs Meter hohen Wohnraum bleibt eine schmale Galerie, die das Obergeschoss erschliesst.
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Der langen und verhältnismässig schmalen Küche kommt die zwei­seitige Verglasung zugute.
Der langen und verhältnismässig schmalen Küche kommt die zwei­seitige Verglasung zugute.
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Die sieben Meter lange Kombi­nation aus Esstisch und Inselküche ist eine Massanfertigung.
Die sieben Meter lange Kombi­nation aus Esstisch und Inselküche ist eine Massanfertigung.
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In der Loggia unter dem grossen Vordach des ehemaligen Tenns ist Platz für Mensch und Tier.
In der Loggia unter dem grossen Vordach des ehemaligen Tenns ist Platz für Mensch und Tier.
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Im Sommer steht das Scheunen­tor offen und erlaubt einen Blick in den Umschwung.
Im Sommer steht das Scheunen­tor offen und erlaubt einen Blick in den Umschwung.
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Platz für liebevolle Accessoires ist reichlich.
Platz für liebevolle Accessoires ist reichlich.
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An vergangene Zeiten erinnern Details wie der Tonplattenboden im Eingangsbereich und das alte Türblatt.
An vergangene Zeiten erinnern Details wie der Tonplattenboden im Eingangsbereich und das alte Türblatt.
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Ein Innenfenster vom Bad zum Flur bringt mehr Licht ins Haus.
Ein Innenfenster vom Bad zum Flur bringt mehr Licht ins Haus.
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Im Badezimmer sind alt und neu gekonnt miteinander kombiniert.
Im Badezimmer sind alt und neu gekonnt miteinander kombiniert.
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Das äussere Erscheinungsbild des 1848 erbauten Bauernhauses blieb nahezu unverändert.
Das äussere Erscheinungsbild des 1848 erbauten Bauernhauses blieb nahezu unverändert.
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Der Gartensitzplatz über dem ehemaligen Gülleloch ist für die Nachbarn nicht einsehbar.
Der Gartensitzplatz über dem ehemaligen Gülleloch ist für die Nachbarn nicht einsehbar.
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Seit dem Umzug aufs Land gehören auch drei Mini-Pigs zur Familie.
Seit dem Umzug aufs Land gehören auch drei Mini-Pigs zur Familie.
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Aussenwände und Dachgesimse bekamen ein neues Farbkonzept.
Aussenwände und Dachgesimse bekamen ein neues Farbkonzept.
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Westfassade.
Westfassade.
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Südfassade.
Südfassade.
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Querschnitt.
Querschnitt.
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Längsschnitt.
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Von der Stadt aufs Land zu ziehen, ist für manche ein Segen. Für andere eine Notwendigkeit. Für die Eigentümer des Hauses im Sonnenbühl scheint es von beidem etwas zu sein. Der Bauherr liebt das Leben hier, will es nicht mehr missen, seine Frau wünscht sich ab und zu zurück ins geschäftige Zürich. Denn die Entscheidung für die landwirtschaftlich genutzte, grosszügige Liegenschaft aus dem Jahre 1848 hat das Paar nicht nur für sich, sondern auch für seine Tiere getroffen. «Als Hundezüchter brauchten wir Platz», erklärt die Bauherrin. «Ein Bauernhaus oder ein Loft, etwas anderes wäre für uns nicht in Frage gekommen.» Wer die Hunde sieht, weiss sofort warum: Es sind drei Deutsche Doggen. Ausserdem gehören noch vier Katzen und drei Mini-Pigs zur Familie.

Auf der Suche nach dem Unberührten
«Man könnte sagen, unsere Tiere haben für uns ein neues Zuhause gesucht. Wir sind ihnen aufs Land gefolgt», erzählen die Bauherren. Für die beiden war es nicht einfach, geeigneten Wohnraum ausfindig zu machen. «Wir hatten unsere Vorstellungen, wollten ein Haus, an dem in den letzten Jahren so wenig wie möglich verändert wurde, irgendwie unberührt.» Die richtigen Architekten zu finden, war weniger schwierig. Stefan Schmid und Roland Hüsser entdeckten sie in einem Architekturmagazin und sie wussten sofort, so wie sie bauen, wollen wir wohnen. Bauherrschaft und Architekten waren sich schnell einig. Das Haus sollte nach baubiologischen Kriterien umgebaut werden, diverse ältere An- und Umbauten sollten verschwinden. Die neuen Besitzer wünschten sich ein schönes, aber praktisches Haus. «Wir wollten kein Museum, sondern ein Haus, in dem wir leben können», erzählen sie rückblickend.

«Wir wussten im Vorfeld, der Stil stimmt»
Den Wünschen nach mehr Licht und grosszügigen Räumen kam das Architektenduo mit interessanten Vorschlägen nach. Einige Ideen wie den Kaminblock zwischen Küche und Wohnzimmer übernahmen sie von der Bauherrschaft. «Unsere Zusammenarbeit verlief wirklich reibungslos», erzählt diese. «Wir wussten ja im Vorfeld, dass der Stil stimmt.» Von Details wie Armaturen oder Parkett liessen sie sich je drei Vorschläge machen, «nicht mehr!», dann entschieden sie.

Küche, Essbereich und eine Galerie befinden sich heu­te im Ökonomieteil, die übrigen Räume wie Wohnzimmer, Bad, Arbeitsbereich und Schlafräume sind im alten Bauernhaus verortet. So konnte der Eingang erhalten bleiben, die ursprünglich hier platzierte Treppe ins Obergeschoss wich zugunsten eines grosszügigeren Zugangs mit Garderobe und Gästedusche in den Wohnbereich. Der präsentiert sich ziemlich spektakulär mit gut sechs Metern Höhe und einer weiteren Galerie. Dazu wurde ein Teil der Zwischendecke abgerissen. Der Durchgang zur Küche ist offen. Neben ihm der mit Lehm verputzte Cheminéeblock mit durchgehendem Feuerraum. Er erlaubt einen Blick in die angrenzenden Räumlichkeiten und kennzeichnet den Übergang zwischen Bauernhaus und Ökonomieteil. Die Küche wird vor allem durch eine spektakuläre Insel bestimmt. Ein Schreiner fertigte die sieben Meter lange Kombination aus Esstisch und Küche auf Mass als zusammenhängendes Massivholzmöbelstück mit Stahlfronten. Dem langen und verhältnismässig schmalen Raum kommt die zweiseitige Verglasung zugute. Die Riegelwand zum Wohnraum wurde gereinigt und renoviert. Als Kontrast zur modernen Küche blieb sie. Gleich neben der Küche befindet sich der ehemalige Stall, der über eine alte Holztüre vom Essbereich aus zugänglich ist.

Farben wie in Schweden
Weitere Details wie der Ton­plattenboden im Eingangsbereich, die alten Türblätter oder Fenster lassen den Altbau erkennen und er­­innern an die Geschichte des Hauses, ohne sie zu verklären. Was ins Konzept passte, wurde erhalten. Das gilt auch für die 25-jährige Stückholzheizung. Sonnenkollektoren ergänzen die Haustechnik. Um den Bewohnern die Holzbewirtschaftung zu erleichtern, wurde besonderer Wert auf eine gute Dämmung gelegt: eine Holzbaukonstruktion mit ausgeblasener Zellulosedämmung für den Ökonomieteil, neue Fens­ter, Dämmputz sowie eine Dämmung für Keller- und Estrichdecke im alten Wohnhaus.

Getreu der Vorgaben der Behörden blieb die äussere Erscheinung des Hauses fast unverändert. Aussenwände und Dachgesimse bekamen ein neues Farbkonzept in Rot-Grau, ebenso die neue Holzschalung der Westseite. Besucher fühlen sich oft an ein Schwedenhaus erinnert. Die grosszügige Verglasung der Küche ersetzt das alte Scheunentor und gibt den Blick frei auf Garten und Umschwung. An der Ostseite der Küche blieb das Scheunentor bestehen. Es schützt die herrliche Loggia, die unter dem grossen Vordach des Tenns entstanden ist. Hier hat die Bauherrschaft bei Wind und Wetter einen heimeligen Sitzplatz. Dogge Tala schaut solange mal nach Mini-Pig Erna. Das Leben auf dem Land kann ein Fluch sein, eine Notwendigkeit. Und ein Segen.

Konstruktion
Bestehend: Mischbauweise, Massivbau/Ständerbau
Neu: Holzständerbau
Dach: Satteldach mit Querfirst, Neigung 45 Grad, Ziegeldeckung
Fenster: Holz

Innenausbau
Innenwände bestehend: Backstein und Holzständer
Böden: Massivholzriemenböden Eiche im EG und Tanne im OG
Wandbeläge: Keramische Platten (gesammelt von der Bauherrschaft) im EG, Fugenloses Abdichtungssystem im OG

Haustechnik
Bestehende Stückholzheizung, grosser Wasserspeicher,
Solaranlage für Warmwasser
Cheminée

Allgemeine Angaben
Gebäudevolumen 1100 m³ (umgebauter Teil)
Bruttogeschossfläche 260 m²
Baujahr 1848
Bauzeit Umbau Januar–August 2013

Architekten
GmbH für Baukunst
Roland Hüsser & Stefan Schmid
5600 Lenzburg
Tel. 062 892 36 00
www.baukünstler.ch

Beteiligte Unternehmer
Bauingenieur: Rothpletz, Lienhard + Cie AG, 5001 Aarau
Werkleitungen: Gebr. Hofer, 8425 Oberembrach
Baumeisterarbeiten: Jürg Weinsack, 8404 Winterthur
Sami Weisser, 8404 Winterthur
Holzbau: Schäfer Holzbautechnik AG, 5605 Dottikon
Sonnenschutz: ABL Sonnenschutztechnik, 8400 Winterthur
Elektroanlagen: Zünd Elektro AG, 8311 Brütten
Heizung und Sanitär: H.P. Hebeisen, 8315 Lindau
Schreinerarbeiten: Florian Hunziker, 8500 Frauenfeld
SchreineRey, 5040 Schöftland
Bodenbeläge: Schäfer Holzbautechnik AG, 5605 Dottikon
Hafner: Lechner Ofenbau, 8413 Neftenbach
Gärtnerarbeiten: Blütenzauber, 8620 Wetzikon

 

Text: Kirsten Höttermann, Fotos: Stefan Küng
aus: Häuser modernisieren, Heft Nr. 4/2016

 
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