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Für jedes Bad die passende Lösung

Es war einmal ein Duschvorhang. Die Firma Duscholux ersetzte ihn durch eine Faltwand aus Acryl und Aluminium. Was danach geschah, hat Schweizer Badgeschichte geschrieben. Für den privaten Wellnessbereich werden Duschen, Badewannen und Whirlwannenn sowie Bad- und Wohnleuchten produziert. 

Saugnäpfe helfen, die schweren Glasscheiben zu bewegen.zoom
Saugnäpfe helfen, die schweren Glasscheiben zu bewegen.
 

Man sieht sich schon im Whirlpool liegen. Blubberbläschen kitzeln sich vom Rücken hinauf an die Wasseroberfläche und setzen den Duft von Eukalyptus, Camille oder Kiefer frei. Die Hand greift entspannt zum Sektglas, der Blick hebt sich von den Buchseiten und schweift genüsslich über Eiger, Mönch, Jungfrau und Niesen. Doch das Wannenbad ist leider kurz, aber nicht, weil die Zeit drängt, sondern weil bereits der nächste Whirlpool wartet. Dieses Mal mit Musikportal und Farblichtwechsler. Was sich anhört wie ein kostspieliges Wellness-Wochenende im Panorama Resort, steht bei der Firma Duscholux in Thun ganz umsonst zur Verfügung. Die Anmeldung per Telefon reicht aus und der Schlüssel zum Paradies kann ganz unkompliziert im Showroom des Unternehmens abgeholt werden. Zum Probebaden, oder besser gesagt zum Probewhirlen, genügt eine Fahrt mit dem Lift in den fünften Stock.

Die Duschsysteme fahren auf sogenannten Wagen entlang der Produktionsstrasse.zoom
Die Duschsysteme fahren auf sogenannten Wagen entlang der Produktionsstrasse.
Eine Dusche besteht aus zahlreichen Einzelteilen.zoom
Eine Dusche besteht aus zahlreichen Einzelteilen.
 

Von Duschwänden und Whirlwannen
Kenner wundern sich jetzt sicher, denn Duscholux – der Name verrät es – ist besser bekannt für seine Duschlösungen als für seine Whirlwannen. Anfang der 1970er Jahre etablierte sich das Unternehmen mit faltbaren Klappwänden für Wannen. Wenig später revolutionierte es mit der bodentiefen Duschwand das Bad von Herrn und Frau Schweizer. Sie ersetzte den unhygienischen Nylonvorhang und in vielen Badezimmern gleich die komplette Wanne. Die Dusche war modern, sparte Platz, Wasser und sah auch noch chic aus. Was einst der praktischen Reinigung nach dem Sport diente, wurde zum begehrenswerten Objekt für ein zeitgemässes Zuhause. Da der Badbereich heute jedoch weit mehr umfasst als bloss Duschwände, hat das Unternehmen seine Angebotspalette sukzessive erweitert. Neben mehreren Duschwandserien, Dusch- und Badewannen produziert es auch Whirlwannen für den privaten Wellnessbereich. «Wir orientieren uns am Markt und schauen genau hin, was der Kunde sich wünscht», erklärt Dennis Kolloff, Leiter Produktmanagment und Mitglied der Unternehmensleitung. Entwicklungsabteilung, Produktmanagment und Verkauf arbeiten eng zusammen. Bei Duscholux kein Problem, denn alle Abteilungen befinden sich zusammen mit der Produktion unter einem Dach. «Ein Anruf genügt und wir können uns recht schnell im Testraum treffen, sobald ein neues Produkt aufgebaut ist», so Dennis Kolloff. Hier werden die neuen Modelle nicht nur begutachtet, sondern auch auf Herz und Nieren geprüft: mit Dauertests und 45 Kilogramm schweren Schrotsäcken. Doch bis es soweit ist, vergehen manchmal anderthalb Jahre. In der Produktion sieht man warum. Eine Dusche kann aus mehreren Hundert Einzelteilen bestehen. Und jedes Modell hat andere Profilleisten, Schrauben, Gläser, Zinkdruckguss- und Kunststoffteile.

Da alle Produkte auf Bestellung gefertigt werden, gibt es in Thun nur ein kleines Lager für den Weitertransport.zoom
Da alle Produkte auf Bestellung gefertigt werden, gibt es in Thun nur ein kleines Lager für den Weitertransport.

Sonderlösungen erwünscht
Von insgesamt 200 Mitarbeitern in Thun sind 60 in der Fertigung beschäftigt, die hauptsächlich für den Schweizer Markt produzieren. «Wir können sagen, dass jede in der Schweiz verbaute Dusche von Duscholux hier in Thun montiert wurde.» Im Durchschnitt 220 pro Tag. Alle sind bestellt, das Unternehmen fertigt nicht auf Lager und kann so ganz spezielle Sonderlösungen anbieten. Bei Duscholux passt sich die Dusche der Architektur an, nicht umgekehrt. Mit dem hohen Servicegrad behauptet sich das Unternehmen am Markt. Seit 2015 gibt es jetzt eine sogenannte Manufaktur, in der individuelle Kundenleistungen weiter perfektioniert werden. «Wir haben immer wieder erlebt, dass unsere Mitarbeiter nach speziellen Lösungen im ganzen Wohnbereich gefragt wurden, nicht nur im Badezimmer», erzählt Heinz Stucki, Leiter Verkauf Schweiz. Deshalb hat die Unternehmensführung vor gut einem Jahr beschlossen, eine Abteilung speziell für Sonderlösungen im Wohnbereich einzurichten. Diese ist vor Ort unterwegs, berät, vermisst und kümmert sich letztendlich auch um den Einbau. Die Anfrage nach solch individueller Betreuung aus einer Hand ist so gross, dass die Manufaktur jetzt erweitert wird.

Im Probebad kann jeder bei Bergblick die Whirlwannen testen.zoom
Im Probebad kann jeder bei Bergblick die Whirlwannen testen.
Ein Paradies für Brauseliebhaber: der Showroom in Thun.zoom
Ein Paradies für Brauseliebhaber: der Showroom in Thun.
 

Vom Einzelteil zum Gesamtpaket
Walter Zaugg, zuständig für Produktion und Logistik, erklärt den Weg, den ein Duschsystem im Werk zurücklegt. Pro Auftrag, also pro Dusche, steht ein sogenannter Wagen bereit. Er läuft über ein Fördersystem von Bucht zu Bucht. An jedem dieser mechanischen Bearbeitungszentren kommt mindestens ein Einzelteil hinzu. Da Duscholux die Lieferung von Ersatzteilen über zehn Jahre lang garantiert, gibt es hier ziemlich viele unterschiedliche Elemente. Für die Mitarbeiter sind sie mit entsprechender Produktnummer beispielhaft am Arbeitsplatz aufgeklebt. Die typische Duschwand besteht heute nicht mehr aus Kunststoff, sondern aus Glas. «Die Gläser werden immer grösser», erzählt Walter Zaugg. 180 mal 200 Zentimeter seien heute für einen Neubau keine Seltenheit mehr. «Eine einzelne Person kann diese Gläser gar nicht mehr allein heben.» Was während der Produktion von Maschinen mit speziellen Saugnäpfen übernommen wird, kann auf dem Bau nur mit Muskelkraft gelöst werden. «Für diese grossen Duschen schicken wir mittlerweile drei Mitarbeiter vor Ort.» Duscholux verkauft ausschliesslich an Grossisten, stellt für den Einbau allerdings auch eigene Monteure zur Verfügung. «Wenn wir an der Reihe sind», so Heinz Stucki, «muss es immer sehr schnell gehen.» Im Neubau oder bei einer Totalsanierung könne die Dusche erst dann vermessen werden, wenn das Bad bereits gefliest ist. «Das ist immer kurz vorm Einzug, da drängt die Zeit.» Doch das Unternehmen setzt zunehmend auch auf Lösungen im Renovationsbereich. «Das Bauland in der Schweiz ist begrenzt, hier liegt die Zukunft.» Das Wandverkleidungssystem «PanElle» beispielsweise gibt alten Bädern schnell einen neuen Look. Ohne viel Schmutz und lange Umbauzeiten. Die mit kratzfestem Polycarbonat beschichteten Kunststoffplatten gibt es in zahlreichen Farben und werden einfach auf dem bestehenden Untergrund installiert.

Klasse statt Masse
Obwohl es bei den Duschsystemen vorwiegend um Funktionalität und Qualität geht, entsprechen sie auch optisch den Anforderungen der Zeit. Für die Serie «Collection 3» beispielsweise gab es den Red Dot Award für Produktdesign. Neben der optimalen Raumnutzung wird die Reinigungsfreundlichkeit immer wichtiger. Das heisst bündige Innenflächen ohne Überstand  wie bei der rahmenlosen Serie «Collection 3 Plus». Grosse Rollen bei den Schiebetüren der «Bella Vita 3» sorgen für einen ruhigen Lauf, Aufhängungen sind unsichtbar im Profil versenkt und die Duschtüren mit «Push & Clean» Funktion lassen sich mit leichtem Druck nach innen schwenken und unkompliziert reinigen. Die Kombilösung «Step-in Pure» ist für diejenigen, die sich zwischen Bad und Dusche nicht entscheiden können. Die rechteckige Badewanne besitzt einen grosszügigen Einstieg, der sich sicher verschliessen lässt und so auch zum Baden eignet. Im grossen Showroom in Thun sind alle Systeme ausgestellt. Sie können gleich nach dem Probebaden mit Alpenblick wenn auch nicht getestet, so doch genau in Augenschein genommen werden.

Der Hauptsitz von Duscholux in Thun.zoom
Der Hauptsitz von Duscholux in Thun.

Die Duscholux-Gruppe verfügt über vier Produktions-Standorte und zahlreiche Vertriebsorganisationen. Damit vertreibt der führende Schweizer Hersteller von Duschwänden seine Produkte rund um die Welt. Neben Duschwänden hat das Unternehmen seine Produktpalette in den letzten Jahren um Wannen, Kombilösungen, Wandverkleidungssysteme sowie Bad- und Wohnleuchten erweitert. In Thun – am Tor zum Berner Oberland – befindet sich der Hauptsitz der Gruppe.


Text: Kirsten Höttermann
aus: Häuser modernisieren, Heft Nr. 2/2016

Bezugsquelle:
Duscholux AG
3604 Thun
Tel. 033 334 41 11
www.duscholux.com

 
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