Küche: Gut geplant ist halb gekocht

Wer bei einem Umbau seine Küche komplett ersetzen will, steht vor einigen Herausforderungen – denn die Zahl der Möglichkeiten und Anbieter von Küchen ist riesig, und Planungsfehler gehen schnell ins Geld. Der Beizug eines Küchenbauers minimiert das Risiko.

Durchdachtes Design: Die in die Küche integrierte Werkbank kann individuell ausgearbeitet werden. Hier ist sie auf Produkte von WMF abgestimmt. «Opus one», Hans Eisenring.zoom
Durchdachtes Design: Die in die Küche integrierte Werkbank kann individuell ausgearbeitet werden. Hier ist sie auf Produkte von WMF abgestimmt. «Opus one», Hans Eisenring.
 

Die Geräte entsprechen längst nicht mehr den neuen Standards und verbrauchen viel zu viel Energie; die Schranktüren knarren und hängen schief in den Angeln; den Oberflächen sieht man an, dass sie zwei Jahrzehnte lang täglich strapaziert worden sind. Eine neue Küche muss her! Doch wie packt man ein solches Projekt, das meist viel Geld kostet und sich langfristig auswirkt, am besten an?

Mehr als praktisch
Ein guter Anfang ist, sich erst einmal vor Augen zu führen, welche Schwächen die alte Küche aufweist. Reicht der Stauraum? Gibt es genügend Arbeitsflächen? Sind die Steckdosen an den richtigen Stellen? Ist der Kühlschrank gross genug? Was fehlt im Küchenalltag? Hat man sich dies vergegenwärtigt, ist es Zeit für individuelle Wünsche und Vorlieben – denn wenn man sich schon eine neue Küche anschafft, soll sie nicht nur so hochwertig und so praktisch wie möglich sein, sondern auch gefallen. Also los mit den Überlegungen hinsichtlich Design und Materialisierung. Industrial oder Landhausstil? Holz, Metall oder Granit? Wohnküche oder reines Kochparadies? Die Optionen sind auch bei begrenztem Budget vielfältig.

Do it yourself?
Das Internet ist voll von Forenbeiträgen, die erklären, wie jeder seine Küche in Eigenregie aufbauen kann. Doch Vorsicht ist geboten, denn Planungsfehler muss man ebenso selbst ausbaden wie handwerklichen Murks. Auch für ambitionierte Hobbyhandwerker könnte es schwierig werden, die Hängeschränke fachmännisch zu montieren, beziehungsweise einen Kühlschrank oder Abfluss korrekt anzuschliessen. Selbst Ikea, die Könige des Selbstbaus, empfehlen zumindest für einige heiklere Schritte fachmännische Unterstützung. Gar unverzichtbar ist diese Hilfe bei den Elektroinstallationen: «Ein Laie darf im Wesentlichen gerade mal eine bestehende Leuchte austauschen und den dazugehörigen Schalter montieren», sagt Thomas Ammann, Ressortleiter Energie- und Bautechnik beim Hauseigentümerverband (HEV) Schweiz. Ebenso schwierig wird ein Alleingang, wenn Räume geöffnet werden sollen. Thomas Ammann: «Wer nicht vom Fach ist, kann nur ganz schwer erkennen, welche Wände tragend sind – besonders, wenn von einem Gebäude vielleicht keine Baupläne mehr existieren.» Selbst Fachleuten bliebe zuweilen nichts anderes übrig, als die statischen Verhältnisse mittels Sondieröffnungen zu bestimmen. Bedenkt man dann noch, dass Versicherungen handwerkliche Kollateralschäden wie zerkratzte Böden, angeschlagene Türrahmen oder zerbrochene Scheiben in der Regel nicht bezahlen, gilt es, genau abzuwägen, ob sich der Selbsteinbau lohnt.

Nichts geht über den Fachmann
Hinzu kommt, dass die wenigsten Menschen Erfahrung mit dem Küchenbau haben. Eine neue Küche leisten sich die meisten vielleicht einmal, höchstens zweimal im Leben. Deshalb ist es in fast jedem Fall ab einem gewissen Zeitpunkt sinnvoll, einen Küchenbauer einzuschalten. Unternehmen wie die Loosli Küchen AG oder die Hans Eisenring AG haben jahrzehntelange Erfahrung in der Planung und beim Bau von Küchen aller Art. Ihre Spezialisten wissen, wo Potenziale, aber auch Grenzen liegen. Beide Unternehmen verfügen zudem über umfangreiche Websites sowie Ausstellungen an verschiedenen Standorten in der Schweiz – so kann man sich ein genaues Bild von den Möglichkeiten machen und sich inspirieren lassen.

Die Küche vom Fachmann wird genau an den Raum angepasst und nutzt den Platz optimal aus. Loosli.zoom
Die Küche vom Fachmann wird genau an den Raum angepasst und nutzt den Platz optimal aus. Loosli.
Die Architektur des Hauses spielte bei dieser Küchenplanung eine besondere Rolle. Von der Küche aus gibt es den direkten Blick in den naheliegenden Wald. Loosli.zoom
Die Architektur des Hauses spielte bei dieser Küchenplanung eine besondere Rolle. Von der Küche aus gibt es den direkten Blick in den naheliegenden Wald. Loosli.
 

Alles geht – fast
Spätestens bei der konkreten Planung zeigt sich, wie entscheidend die baulichen Verhältnisse für die Realisierung der Wunschträume sind. «Ob man einen traditionellen Glaskeramik- oder einen hochmodernen Induktionsherd vorzieht, spielt zum Beispiel keine Rolle – denn beide nutzen dieselben Stromanschlüsse», sagt Manfred Loosli, CEO der Loosli-Gruppe. «Anders ist es beim Gasherd: Verfügt das Wohnobjekt nicht über einen Gasanschluss, muss man entweder die Herdpläne ändern oder sich einen Gasanschluss legen lassen.» Ein bereits vorhandener Gasanschluss zwingt einem den Entscheid aber nicht auf. Manuel Marzorati, Marketingleiter bei Hans Eisenring, weiss: «Will man keinen Gasherd mehr, können bestehende Anschlüsse einfach plombiert werden.» Es ist zwar einfacher, die Planung der neuen Küche an die bestehenden Anschlüsse anzupassen, aber nicht zwingend nötig; Anschlüsse können so verlegt werden, dass man auch auf die heiss ersehnte Kücheninsel nicht verzichten muss.

Beratung bis ins Detail
Solche Lösungen kann man sich von den Küchenbauern erläutern lassen. Loosli und Hans Eisenring – sowie natürlich die meisten anderen Fachunternehmen – bieten Beratungen sowohl in den jeweiligen Ausstellungen als auch gleich vor Ort zu Hause an. Beides hat Vorteile. Manfred Loosli: «In den Ausstellungen erhalten die Kundinnen und Kunden einen Einblick in die aktuelle Produktpalette und können die möglichen Materialen nicht nur ansehen, sondern auch anfassen.» Ein Termin zu Hause erlaubt dem Berater wiederum eine detailliertere Analyse, da er die Verhältnisse mit eigenen Augen begutachten kann. Auch eine Planung via Internet-Applikation ist möglich, kann den Beratungstermin jedoch nicht gänzlich ersetzen.

A + B + C = Küche
Natürlich wird kaum jemand in derselben Küche einen Industriekühlschrank neben einem poppig-farbigen Ofen und ein paar Hängeschränken im Landhausstil haben wollen. Doch wie ist es mit den Geräten? Kann man hier zwischen verschiedenen Herstellern kombinieren? «Ja, das ist möglich», sagt Manuel Marzorati, «die individuelle Konfiguration ist jedem Kunden, jeder Kundin selbst überlassen.» Nur wer darauf Wert legt, dass die einzelnen Geräte miteinander kommunizieren – zum Beispiel, dass der Herd der Dampfabzugshaube mitteilt, wie stark sie absaugen soll –, ist ein wenig eingeschränkt. Normalerweise kommunizieren Geräte eines Herstellers nicht mit Geräten eines anderen, zumindest nicht ohne zusätzliche technische Hilfsmittel.

Der Gang zum Amt?
In der Regel braucht es für einen Küchenumbau keinerlei Bewilligungen. Doch was, wenn im Zuge des Küchenumbaus eine Wand herausgebrochen, ein Fenster versetzt oder ein Anschluss neu verlegt wird? «Bei grösseren baulichen Veränderungen, die eine Anpassung der Gebäudehülle oder einen Eingriff in die Statik beinhalten, ist sicherheitshalber eine Anfrage bei der zuständigen Bauverwaltung angebracht», sagt Manfred Loosli. Soll auch gleich ein neuer Küchenboden her, raten die Experten von Hans Eisenring, diesen vorgängig zu verlegen. Die Fachleute von Loosli machen den Zeitpunkt von den baulichen Verhältnissen und der Wahl des neuen Belags abhängig.

Endlich der Einbau
Nach einer Planungszeit von etwa zwei bis drei Monaten ist der Tag gekommen, an dem die Monteure mit der neuen Küche anrücken. Sowohl bei Hans Eisenring als auch bei Loosli erfolgt der Einbau von A bis Z aus einer Hand. Auf diese Weise haben Kundinnen und Kunden einen Ansprechpartner für alles und laufen nicht Gefahr, den Überblick zu verlieren. Je nachdem, wie umfangreich die Arbeiten sind, müssen ein bis vier Tage für Einbau und Montage gerechnet werden. Apropos rechnen: Was kostet denn eigentlich eine neue Küche ungefähr? Manfred Loosli und Manuel Marzorati sind sich einig, dass der Preis stark von den individuellen Wünschen abhängt. Zwischen 15000 und 25000 Franken müsse man aber schon budgetieren. Nach oben gibt es kein Limit. «Loosli durfte auch schon Küchen im sechsstelligen Frankenbereich realisieren», verrät Manfred Loosli. Aber Manuel Marzorati versichert auch: «Bislang haben wir noch für fast jedes Budget eine geeignete Lösung gefunden.»

Modell «Maxima» ist ohne Geräte zu einem Preis ab knapp 6000 Franken zu haben. Merx.zoom
Modell «Maxima» ist ohne Geräte zu einem Preis ab knapp 6000 Franken zu haben. Merx.

Küchen aus dem Internet
Shopping findet heutzutage immer öfter im Internet statt. «Studien zufolge wurde 2015 in der Schweiz für rund 7 Milliarden Franken online eingekauft – Tendenz steigend», weiss Manuel Marzorati, Marketingleiter bei Hans Eisenring. Diesem Trend verschliessen sich auch die Küchenbauer nicht. Loosli stellt deshalb einen Webplaner zur Verfügung, mit dem sich Interessenten bequem vom Sofa aus eine Küche zusammenstellen können. «Das gibt einerseits einen ersten Eindruck, ohne sich von Expertenmeinungen beeinflussen zu lassen», sagt Manfred Loosli, «andererseits entdeckt man auf diese Weise Stolpersteine, die man noch gar nicht bedacht hat.» Und jeder, der schon einmal ein Haus eingerichtet hat, weiss, wie sehr einem die vernachlässigte dritte Dimension ein Bein stellen kann. Hans Eisenring ging vor kurzem sogar einen Schritt weiter und gründete die Online-Vertriebsfirma Merx AG, den ersten Online-Anbieter für Küchen und Geräte. «Bei merx.ch sprechen wir eine sehr preissensitive und online-affine Zielgruppe an», sagt Manuel Marzorati. «Der Interessent erhält auf einen Blick Richtpreise für seine persönliche Wunschküche und kann dann für die detaillierte Planung eine kostenlose Online-Beratung mit einem unserer Fachspezialisten buchen. Der Spezialist plant und übernimmt somit die Planungsverantwortung und die technische Vermassung.» Bei merx.ch gibt es bereits Küchen ab 4000 Franken.


Text: Erik Brühlmann und Marius Leutenegger
aus: Häuser modernisieren, Heft Nr. 1/2017

Bezugsquellen:

Hans Eisenring AG
8370 Sirnach
Tel. 071 969 19 19
www.eisenring-kuechenbau.ch

Loosli Küchen und
Badmöbel AG
4954 Wyssachen
Tel. 062 957 10 10
www.loosli.swiss

Merx AG
8604 Volketswil
Tel. 0800 313 313
www.merx.ch

 
 
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