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Treppe: Leichte Konstruktionen sind gefragt

Die Schweizer Firma Keller Treppenbau AG stellt seit 45 Jahren Massivholztreppen nach Mass her. Heute werden auch verschiedene Materialkombinationen wie Glas und Metall angeboten. Geschäftsleitungsmitglied Peter Steiner erklärt, worauf es bei der Wahl der richtigen Treppe ankommt.

Treppe von Keller Treppenbau AGzoom
Treppe von Keller Treppenbau AGzoom
 

Wie hat sich der Treppenbau seit der Firmengründung vor 45 Jahren verändert?
Peter Steiner: Der Kunde verlangt vermehrt leichte und transparente Konstruktionen, damit das Licht durchdringen kann. Ebenso werden heute freitragende Treppen bevorzugt.

Welche Treppentypen/Materialien liegen im Moment besonders im Trend?
Peter Steiner: Holz-Metallkombinationen sind momentan sehr gefragt. Auch Glas wird oft verwendet, vorwiegend für Geländer und Abschlüsse. Als Holzart bevorzugt der moderne Kunde Eichenholz mit den verschiedenen Oberflächenbehandlungen.

Setzt eine Treppe designtechnisch bewusst Akzente oder soll sie sich unauffällig ins Raumkonzept einfügen?
Peter Steiner: Sowohl als auch. Es gibt Kunden, die ihre Treppe schlicht und unauffällig in die Raumgestaltung einplanen wollen. Andere hingegen möchten sie als raumprägendes Designobjekt zur Geltung bringen.

Stossen Sie bei ausgefallenen Wünschen bezüglich Konstruktion und Statik manchmal an Grenzen?
Peter Steiner: Kundenwünsche können zum Teil nicht vollumfänglich erfüllt werden, weil sie die Bauvorschriften missachten. Diese regulieren beispielsweise die Höhe des Treppengeländers und den Abstand zwischen den Treppenstufen. Ebenfalls darf ein Treppengeländer nicht bekletterbar sein. Jedoch ist das auch ein wenig Auslegungssache. Ich empfehle den Kunden immer, auf Nummer sicher zu gehen und sämtliche Vorschriften, die sicherheitstechnisch ja auch Sinn machen, einzuhalten.

Gibt es Treppenformen, die Sie mehr oder weniger empfehlen?
Peter Steiner: Ich empfehle vor allem gerade oder gewendelte Treppen. Als weniger empfehlenswert erachte ich Spindel- oder Raumspartreppen. Diese kommen vor allem bei engen Platzverhältnissen zum Einsatz, wobei dennoch auf ein gutes Steigungsverhältnis und gute Begehbarkeit geachtet werden muss. Auch freitragende Treppen mit einem kleinen Grundriss eignen sich bei knappen Platzverhältnissen.

Worauf muss man bezüglich Sicherheit achten?
Peter Steiner: Gute Lichtverhältnisse auf der Treppe sind von grosser Bedeutung. Das richtige Trittverhältnis und eine angemessene Treppenbreite sind ebenfalls sehr wichtig, genauso wie ein Treppengeländer in der vorgeschriebenen Höhe.

Welche Möglichkeiten der Veränderung hat man bei einer Renovierung?
Peter Steiner: Je nach Treppenart kann die Treppe ausgebaut, in der Werkstatt neu behandelt und wieder eingebaut werden. Wenn die Treppe nicht demontiert werden kann, so frischt man sie an Ort und Stelle auf. Die bestehende Treppe kann bei einer Renovation auch kurzfristig durch eine neue in modernem Design ersetzt werden.

Wie sehen die Treppen bei Familie Steiner zu Hause aus?
Peter Steiner: Wir haben ein bestehendes Haus übernommen und mussten uns bei der Renovation der Treppen an den Grundriss halten. Deshalb haben wir uns für eine Podesttreppe in einer Holz-/Glaskombination mit LED-Beleuchtung entschieden. Es ist eine schöne und bequeme Treppe, die der ganzen Familie gefällt.

Gibt es eine Treppen-Ausstellung an Ihrem Hauptsitz in Urtenen-Schönbühl oder in den drei Studios?
Peter Steiner: Am Hauptsitz und in all unseren Studios ist die ganze Vielfalt des Angebots präsent und alle Treppen sind begehbar. Ebenso ist eine grosse Auswahl unseres vielseitigen Programms in der Bauarena in Volketswil und im Stilhaus in Rothrist ausgestellt.

Treppe von Keller Treppenbau AGzoom
Treppe von Keller Treppenbau AGzoom
 
Peter Steiner, Geschäftsleitungsmitglied von Keller Treppenbau AG.

Peter Steiner hat nach seiner Schreinerlehre in einem Innenausbaubetrieb zum Treppenbau gewechselt. Er ist heute Verkaufsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung sowie Aktionär der Keller Treppenbau AG. Das Unternehmen beschäftigt 70 Mitarbeiter und stellt pro Jahr über 2000 Geschosse Treppen nach Mass her.

Am Hauptsitz in Urtenen-Schönbühl sowie in den Studios in Baden-Dättwil, Felben-Wellhausen und Nyon kann eine grosse Auswahl an Treppenanlagen besichtigt werden.


Interview: Cornelia Bisch
aus: Das Einfamilienhaus, Heft Nr. 3/2015

Bezugsquelle:
Keller Treppenbau AG
3322 Urtenen-Schönbühl
Tel. 031 858 10 10
www.keller-treppen.ch

 
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