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Gold Award für Pagode

Rund drei Viertel der Mieter in der Schweiz träumen von einem Eigenheim. Dort wo Bauland rar und teuer ist, heisst die Devise: Verdichtung. Ein gelungenes Beispiel zeigt ein preisgekröntes Mehrfamilienhaus in Riehen. Damit wurde für 12 Bewohner der Traum vom Wohneigentum wahr.

 
Villen mit viel Landumschwung prägen das Bild der Nachbarschaft. Vor diesem Umfeld hebt sich das schlichte Holzhaus ab.zoom
Villen mit viel Landumschwung prägen das Bild der Nachbarschaft. Vor diesem Umfeld hebt sich das schlichte Holzhaus ab.
 
Die Holzböden der Terrassen sind in Esche ausgeführt.zoom
Die Holzböden der Terrassen sind in Esche ausgeführt.
Gemeinsam mit den Schlagläden ergibt sich ein Erscheinungsbild, wie man es von ländlichen Infrastrukturbauten kennt.zoom
Gemeinsam mit den Schlagläden ergibt sich ein Erscheinungsbild, wie man es von ländlichen Infrastrukturbauten kennt.
Der dunkle Anstrich der druckimprägnierten Holz-Fassadenverkleidung lässt das Volumen kleiner erscheinen.zoom
Der dunkle Anstrich der druckimprägnierten Holz-Fassadenverkleidung lässt das Volumen kleiner erscheinen.
 
 

73 Prozent der heutigen Mieter sind grundsätzlich interessiert, in den kommenden zehn Jahren Wohneigentum zu erwerben. Das ergab eine Studie von Swiss Life. Zwar träumt die Mehrheit von einem freistehenden Einfamilienhaus doch sehen sich in Anbetracht von hohen Grundstückspreisen immer mehr Familien nach Alternativen für Wohneigentum um. Das Architekturbüro Felippi Wyssen zeigt mit dem «Mehrfamilienhaus Gatternweg» in Riehen, wie in einem gehobenen Wohnquartier qualitativ verdichtet werden kann. Mit diesem Projekt erhielten sie im Jahr 2019 den Best Architects Award in Gold.

Indem man ein Einfamilien- durch ein Mehrfamilienhaus ersetzte, konnte die kleine Parzelle am Gatternweg in Riehen besser ausgenutzt werden. Während das Erdgeschoss beinahe das gesamte Anwesen ausfüllt, rücken die zwei weiteren Obergeschosse um bis zu drei Meter zurück. So gleicht das Wohnhaus mit fünf Eigentumswohnungen einer Pagode, die sich nach oben hin verjüngt.

Um das mittige Treppenhaus gruppieren sich im Erdgeschoss zwei 4.5-Zimmer-Wohnungen mit je 116 Quadratmeter Wohnfläche, darüber befinden sich zwei 3.5-Zimmer-Wohnungen mit je 67 Quadratmetern denen im Attikageschoss eine einzelne 3.5-Zimmer-Wohnung mit 85 Quadratmetern folgt. Mit dieser Staffelung erscheint das Gebäude nicht nur leichter, sondern es bleibt die Privatsphäre der Bewohner gewahrt. Die auskragenden Vordächer schützen vor ungewollten Einblicken und die begrünte Grenzmauer bietet einen intimen, privaten Aussenraum.

Neben der besonderen Form unterstreicht auch die einfache Architektursprache den Charakter des Gebäudes. Als Vorbild dienten die Gartenhäuser, wie man sie in den Nachbargärten findet. Daran angelehnt strebt das Wohnhaus eine betont einfache, beinahe spartanische Architektur an. Nichts an diesem Projekt wirkt inszeniert; begonnen bei den raumhohen Schlagläden, über die breit auskragende Dachrinne an der Terrassenkante bis hin zur Holzfassade, welche ausschliesslich aus natürlich behandelter und schwarz geölter Fichte besteht. Trotz der formalen Unterschiede zu den Villen in der Nachbarschaft und dem stark ausgeprägten architektonischen Charakter fügt sich der Bau als selbstbewusster Solitär in seine Umgebung ein.

Felippi Wyssen Architekten

Im Laufe der Zeit werden Sonne und Regen das Holz verändern und damit eine natürliche Patina bilden.zoom
Im Laufe der Zeit werden Sonne und Regen das Holz verändern und damit eine natürliche Patina bilden.
 

Text: PD, EL

 
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