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Feuerstelle: Zurück in die Zukunft

Mit seiner reduzierten, klaren Form schlägt der Feuerring den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft. Ein modernes Sinnbild, das seinen Ursprung in Gemeinschaft und Zusammenkunft findet, wie sie schon vor Jahrtausenden praktiziert wurde und auch weiterhin existieren wird.

Fleisch, Fisch, Gemüse und zum Dessert auch mal eine Schokobanane: Bei Temperaturen zwischen 180 und 300 Grad ist alles möglich – nicht nur für Spitzenkoch Chris Züger. 
Fleisch, Fisch, Gemüse und zum Dessert auch mal eine Schokobanane: Bei Temperaturen zwischen 180 und 300 Grad ist alles möglich – nicht nur für Spitzenkoch Chris Züger. 

Über zwanzig Jahre widmete sich Andreas Reichlin als freischaffender Bildhauer der Kunst. Und auch der Feuerring war ein Herzensprojekt, das aus seiner Liebe zum Grillieren und dem Zusammentreffen mit Freunden entstand. Daher nahm er es gelassen, als seine ersten Prototypen von Mitbewerbern wohlwollend belächelt wurden. «Ich habe noch nie gemacht, was der Markt wollte, sondern, was meinen Vorstellungen entsprach. Wie bei allen Projekten war auch beim Feuerring mein Antrieb der Wunsch, Freude weiterzugeben, nicht möglichst viel Geld zu verdienen», erzählt er. Das Ganze begann vor Jahren als eine vage Idee: «Ich habe immer gerne grilliert, mich mit Freunden getroffen, gemütlich den Abend zusammen verbracht. Aber es hat mich gestört, dass das Fett immer heruntergetropft ist und der schädliche Dampf, der daraus entstand, zum Grillgut aufstieg. Das konnte einem im wahrsten Sinne des Wortes den Magen verderben.» Also begann Andreas Reichlin an einer Konstruktion zu tüfteln, die gesundheitsbewusster war, aber natürlich gleichzeitig seinen ästhetischen Ansprüchen genügen musste. Und noch eine Sache war ihm äusserst wichtig: Geselligkeit. «Bisher wurde immer einer als Grillmeister hinter das Gerät verbannt, ich wollte etwas, das alle, auch die Gäste, gleichermassen in den Prozess einbindet. Jeder steht oder sitzt um den Feuerring, grilliert das, worauf er Lust hat. Zum Schluss wird die Oberfläche einfach und schnell mit Stahlbürste und Stahlspachtel gesäubert.»

Zeitgemässe Tafelrunde
Mit seiner Lebenspartnerin Beate Hoyer fand er schliesslich die Idealbesetzung, um das Projekt auf dem Markt zu lancieren: «Meine Partnerin ist eine kreative Kauffrau, mit ihr ist alles ins Rollen gekommen. So sind wir in der glücklichen Lage, für die Firma vielfältige Ressourcen nutzen zu können». Seine Konstruktion aus massiven Stahlplatten konnte Andreas Reichlin bereits patentieren lassen. Künstlerischer Anspruch in Verbindung mit höchster Funktionalität, aber auch Gesundheitsbewusstsein und soziales Miteinander vereinen sich im Feuerring zu einer unschlagbaren Symbiose. Das haben nun auch die Mitbewerber erkannt und versuchen ihr Bestes, um an das Original heranzureichen. Andreas Reichlin und Beate Hoyer wissen jedoch um die Qualität ihres Produktes: «Seit 2009 sind wir auf dem Markt und bisher gab es noch keinen Garantiefall. Aufgrund der Konstruktion kann sich der Feuerring nicht deformieren, und so wird er schliesslich zum Erbstück.»

Zurück zum Ursprung
Feuerstellen waren von jeher ein Anziehungspunkt für die Menschen, ein Ort der Zusammenkunft, der schon vor Tausenden von Jahren funktionierte, auch ohne Gar-, Back- oder Reiskochfunktion. Und in genau dieser Tradition steht der Feuerring. Man könnte ihn sicherlich auch dem aktuellen Entschleunigungstrend unterwerfen, aber um Trends geht es Andreas Reichlin nicht: «Mich fasziniert einfach das Potenzial, das in ihm steckt. Ich habe mich mit einigen Köchen unterhalten, die von der schonenden und gleichzeitig vielseitigen Zubereitung absolut überzeugt sind.»

v.l.: Beate Hoyer, Andreas Reichlin, Martin Hoyer, Verena Singer, Julia Singer, Regina Mathis mit den unterschiedlichen Modellen des Feuerrings in der archaische Umgebung des Sandsteinbruchs Bärlocher am Rorschacherberg.
v.l.: Beate Hoyer, Andreas Reichlin, Martin Hoyer, Verena Singer, Julia Singer, Regina Mathis mit den unterschiedlichen Modellen des Feuerrings in der archaische Umgebung des Sandsteinbruchs Bärlocher am Rorschacherberg.

Text: Katrin Montiegel; Fotos: Günter Standl
aus: Raum und Wohnen, Heft Nr. 02/2015

Bezugsquelle:
Feuerring GmbH
Tieftalweg 3
6405 Immensee
Telefon 041 850 70 58
www.feuerring.ch

 
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