Das Bad als Gesamtkonzept

Man macht sich Gedanken über das Badezimmer: Nicht die Summierung von Wanne, Waschtisch, Dusche und Badmöbel ergibt ein Bad, sondern ein durchdachtes Gesamtkonzept definiert das neue Bad als Wohlfühlraum.

«Mimo» spielt mit bauchigen Rundungen und schimmernden Oberflächen in den Farben Weiss und Schwarz und wer‘s peppig mag, in Pink. Die mit dem red dot award 2009 ausgezeichnete Badserie ist eine Lösung für jeden Grundriss, denn reduzierte Ausladungen bei den Waschtischen, WCs und Bidets sowie eine kompakte Badewanne machen sie zum «Mini» unter den Bädern. Die dynamisch geschwun­gene Form setzt sich bis ins Detail durch. Die Bademöbel stecken einiges weg, was sonst anstrengend unaufgeräumt wirken könnte. Das Mobi­liar ist wandmontiert mit hochwertiger, kratzbeständiger Oberfläche aus Recyclingmaterial. Design: Phoenix Design, Process Product ­Design und Jürg Heuberger. Keramik Laufen
An der Weltleitmesse ISH in Frankfurt waren es vor allem die ganzheitlichen Einrichtungskonzepte für das Bad, die den Blick auf sich lenkten. Namhafte Designerinnen und Designer haben sich diesem Wohnbereich mit innovativen Ideen genähert und ihm einen neuen Ausdruck verliehen. Dabei geht es um eine gekonnte Verbindung der einzelnen Elemente zu einem individuellen Ganzen. Designerin Patricia Urquiola hat ihr feminines Traumbad für Axor realisiert, Ludovica und Roberto Palomba für Kos-Zucchetti. Doch zieht sich der Gedanke einer einheitlichen, aufeinander abgestimmten Einrichtungs- und Designlinie von Möbeln, Armaturen und Keramik auch bei führenden Herstellern wie Keramik Laufen oder Duravit durch die Neuheitenkollektionen.
 
Ästhetische, klare Raumunterteilung und -optik: die Badzimmerserie «Neorest LE» nutzt die besonderen Materialeigenschaften von «Luminist», um das Bad in einen Raum des Wohlbefindens zu verwandeln. Dabei handelt es sich um ein Epoxidharzmaterial, das eine glasähnliche, lichtdurchlässige Optik, Robustheit und Hitzebeständigkeit aufweist. Toto
 
Alle Produkte der «White Selection» treten in klassischem Weiss auf und spielen mit matten und glänzenden Oberflächen. Die Wanne aus Sanitäracryl lädt mit ihrer Grösse von 180 x 80cm sowie dem breiten Wannenrand zum Entspannen ein. Ein Highlight: der Beauty-Rollcontainer mit Spiegelklappe und praktischer Einteilung für Bad- und Schminkutensilien. Esprit
Private Erholungszone
In modernen Wohnkonzepten hat sich das Bad unübersehbar zu einer privaten Erholungszone entwickelt. Nach der Küche, die mit dem ehemaligen Wohn- und Esszimmer zu einem
offenen, sinnlichen und gesellschaftsfähigen Wohnbereich zusammengewachsen ist, erobert sich das Bad mehr und mehr Schlafzimmer und Ankleide. Das lässt neue, individuelle Wohlfühlräume entstehen, die einen Gegenpol zur Hektik des Alltags bilden: Hier ist Entspannung angesagt, Ausruhen, Kräfte sammeln, Energie tanken. Hier haben wieder Rituale Platz, die zum festen Anker in einem sonst auf ständige Flexibilität und Aktionsbereitschaft ausgerichteten Alltag werden. Hier entsteht ein Ort, der auf Gefühle und Stimmungen eingeht, der sanft beruhigend wirkt oder wieder neue Energien freisetzt.
   
Das renommierte Duo Ludovica und Roberto Palomba heimst mit innovativen Ideen und Visionen weltweit Erfolge ein. Den beiden schwebte das Bad als Ort der Sinneserlebnisse vor und nach diesem Konzept entwarfen sie «Faraway». Das Büro führt in der ganzen Welt erfolgreich Projekte im Interior Design (vor allem Badbereich) und Architektur durch. Kos-Zucchetti
 
Mit reduziertem Design und einer Auswahl an geometrischen Formen, Ausführungen und Grössen lädt die Waschtischfamilie «Loop & Friends» zum vielfältigen Kombinieren ein und bietet Flexibilität für individuelle Badgestaltungen. Die neuen Aufsatz-Waschtische gibt es in den vier geometrischen Formen Kreis, Quadrat, Rechteck und Oval. Villeroy & Boch 

Trends im Bad
Die Vielfalt des Angebotes lässt kaum Wünsche offen, das hat die Branchenmesse ISH im März dieses Jahres in Frankfurt gezeigt. So wurden vom deutschen Branchenverband gleich 10 Trends im Bad ausgemacht, die wiederum alle auch in ihren Mischformen zutage treten können (www.pop-up-the-bathroom.com). Bündelt man die eigenen Eindrücke, ergeben sich vier wesentliche Entwicklungsrichtungen für das Bad:

Das Bad als Gesamtkonzept
Bei der Vielzahl der Anbieter fallen die besten durch klar erkennbare Produktstrategien, professionelles Design und breite Kompetenz auf. Sie inszenieren das Bad als Gesamtkonzept: Keramik, Möbel, Armaturen und Accessoires aus einem Guss, mit einer Handschrift. Die Innenarchitektur des Bades ist das grosse Thema - und gestaltet es mit wohnlichem Ambiente.

Umweltbewusstsein
Innovationen zeigen sich insbesondere in umweltbewussten Konzepten, speziell im Umgang mit Wasser: Wasser wird inszeniert –­ aber mit einem bewussten Blick auf die Reduktion von Ressourcen und Energien sowie den Einsatz natürlicher oder recyclierbarer Materialien.

Professionelles Design
Schwarz und Weiss, Metallisches sowie eine neue leichte Formensprache mit sanften Radien zeichnet die Designlinien aus, die von professionellen Designern entwickelt werden. Farbe wird sparsam, aber gekonnt eingesetzt.

Innovationen
Innovationen zeigen sich in technischen Details, in neuen Materialien oder Materialkombinationen. Sie erlauben die Umsetzung innovativer, sinnlicher Formen und fallen gleichzeitig durch eine angenehme Haptik auf: warm und samtig neben kühl und glatt.

 
Mit den Elementen nach eigenen Bedürfnissen und auf die Raumarchitektur ausgerichtet das Bad gestalten, ist die Idee der modularen Badserie «iCon». Zum  Programm gehören mehrere Waschtisch-Modelle mit organisch fliessendem Innenbecken und grosszügigen Ablageflächen. Keramag 
 
Mit ihrer unverkennbaren Handschrift, unkonventionellem Design und kräftigen Farben hat Stardesignerin Patricia Urquiola das Bad “für Zwei” geprägt mit lebendigem Stilmix, in dem individueller Gestaltungsspielraum möglich ist. Hansgrohe
Erlebniswelt Bad zum Anfassen
Das Bad als Erlebnis: Darauf wird unter anderem die Swissbau vom 12. bis 16. Januar 2010 eingehen und zum Flanieren in einer speziellen Messezone einladen. In der «Trendwelt Bad» wird sich das Bad inszenieren und der Messebesuch selbst wird zum Event. Die Besucher sind eingeladen, in Halle 2, Bereich Innenausbau, in stilvollen Lounges, grosszügigen Freiräumen und ungewöhnlichen Messeständen in die neue Welt des Bades mit allen Sinnen einzutauchen.

zusätzliche Informationen in: Trendmagazin küche & bad, 2009/2010

Bezugsquellen:
Esprit home BAD über:
Steinhoff Schweiz AG
6340 Baar
Tel. 041 760 66 90
www.esprit.com/home
Hansgrohe
5432 Neuenhof
Tel. 056 416 26 26
www.hansgrohe.com
Keramag über:
Bekon Koralle AG
6252 Dagmersellen
Tel. 062 748 60 60
www.keramag.com
 
Keramik Laufen AG
4242 Laufen
Tel. 061 765 71 11
www.laufen.com

Toto Europa GmbH
D-40468 Düsseldorf
Tel. +49 211 229 72 500
eu.toto.com
Villeroy & Boch (Schweiz)
5600 Lenzburg
Tel. 062 886 38 38
www.villeroy-boch.com
Kos-Zucchetti
über: AQUASOUL
Stephan Schweizer
Brummelmattstrasse 5
5033 Buchs / AG
Tel. 078 610 85 01
www.aquasoul.ch
   

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