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Der Horenhof in Küttingen stammt aus dem 18. Jahrhundert und wurde zu einem zertifizierten Minergiegebäude umgebaut. |
Der südseitige Sitzplatz fügt sich in die geschützte Nische. Eine grosse Fensterfront gibt den Blick ins Innere frei. |
Am Ende des Flurs gelangt man in den separat gestalteten Wohnbereich, von wo aus man auch noch einen Blick aufs flackernde Feuer erhaschen kann. Die geringere Deckenhöhe lässt den Raum unweigerlich intimer erscheinen, was ihn als Ort der Entspannung auszeichnet. Die vorhandene Raumhöhe in der früheren Scheune erlaubte einen Ausbau der Kinderzimmer auf zwei Etagen als Mini-Maisonnetten mit jeweils einer Galerie als Rückzugs- und Schlafplatz. Auch die geräumige, als Arbeitsbereich genutzte Galerie über der Küche profitiert vom darüberliegenden Luftraum hinsichtlich des grossartigen Raumgefühls. Das über dem Wohnraum angelegte Elternschlafzimmer hingegen ist zugunsten der Geborgenheit wieder niedriger gehalten.
Technik und Konstruktion Das gut gedämmte Gebäude wird mittels Pelletsofen zentral beheizt. Die Wärmeverteilung erfolgt über Radiatoren. Um einer Überhitzung der Wohnräume durch Sonneneinstrahlung vorzubeugen, setzte man südseitig Spezial-Gläser ein. Und eine kontrollierte Lüftung sorgt für gleichbleibend gute Luft in den Räumen. Übrigens wurden sämtliche Oberflächen der Holzböden geölt und las-sen sich so einfach pflegen.
Optische Gestaltung
Neben den verwendeten Hölzern in Form von Balken und Riemen sowie der mandarinroten Küchenfronten setzt der graublau gestrichene Schrankkörper zusammen mit den metallenen Stützen einen willkommenen kühlen Akzent in der Wohnlandschaft. Im Rahmen dieses Umbaus kamen, wie auch am Schrankkörper zu sehen Le Corbusier-Farben zum Einsatz. Das gesamte Schrankelement wurde aus MDF-Platten gefertigt und vor dem Anstrich mit Glasfasertapete beklebt. So konnte die entsprechende Wandfarbe aus dem Le Corbusier-Sortiment verwendet werden.
Beim Blick zur Wohnzimmerdecke wähnt sich der Besucher augenblicklich im alten Stall, denn auf den Balken liegt gut sichtbar eine isolierende Schicht aus dicht gepressten Strohballen. Der bewährte Dämmstoff liegt im Hausteil des experimentierfreudigen Architekten frei, während er
im Nachbarhaus nur durch eine klare Glasscheibe zu erkennen ist. Russgeschwärzte Balken, Bruchsteinmauerwerk sowie eine uralte Tapete im Türdurchgang blieben erhalten und werden auch morgen an der Seite der Einbauten von heute noch an gestern erinnern. Damit ist dem Architekten ein Umbau gelungen, der alter Substanz gerecht wird, ohne die Erforder-nisse an einen modernen Wohnbau ausser Acht zu lassen.
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